Körmend

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Körmend liegt im mittleren Teil des Komitates Vas nahe dem Zusammenfluss der Raab und der Pinka, an der Kreuzung der Hauptverkehrsstraßen 8 und 86.

Durch die Flussübergangsstelle an der Raab und die hier vorbeiführenden Straßen war die Umgebung der Stadt schon zur Römerzeit von Bedeutung. Nach der Landnahme war Körmend neben Vasvár der wichtigste bewohnte Ort im Komitat Vas. Die erste mittelalterliche Siedlung wurde wegen der Nord-Süd-Übergangsstelle des Flusses am Hang eines Hügels am linken Raabufer errichtet. Zum Raab-Übergang in Körmend liefen aus Süden und Südosten fünf, aus Norden vier Straßen zusammen.

Das Zusammentreffen dieser neun Straßen war für die Entwicklung der Stadtstruktur von Körmend bestimmend. In einer Urkunde aus dem Jahre 1238 wird Villa Curmend terra regis, also das Dorf Körmend, erstmals erwähnt, es stand damals in königlichem Besitz. Nach den Tatarenzügen verlieh König Béla IV. der Siedlung 1244 das Stadtprivileg.

Der Name Batthyány ist seit fast 400 Jahren fest mit der Geschichte Körmends verbunden. Die Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einer der bedeutendsten Schlossanlagen des Landes im barock-klassizistischen Stil umgebaut. Das im Schloss untergebrachte Museum trägt den Namen des 2003 seliggesprochenen Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann und zeigt die Geschichte der Familie, insbesondere hinsichtlich des Fürsten, der als Augenarzt wirkte. Das Schloss Batthyány und der anliegende Park gehören zu den wichtigsten kulturellen Erben der Region. Stimmungsvolle Spaziergänge unter jahrhundertealten Bäumen des unter Naturschutz stehenden Schlossparks bieten sich an, der berühmteste ist wohl die mehrere Hundert Jahre alte Platane mit Ahornblättern. Im Park befinden sich auch bedeutende Kunstwerke.



Nahe der Raab-Brücke, im Oratorium der im Barockstil umgebauten Pfarrkirche Heilige Elisabeth mit einem spätgotischen Chor kann die Gedenkausstellung „Dr. Ladislaus Fürst Batthyány-Strattmann – der Arzt der Armen“ besichtigt werden.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählt auch die 1788 im spätbarocken Stil erbaute reformierte Kirche. In Ungarn gibt es zwei reformierte Kirchen, deren Innenwände mit Fresken verziert sind, eine davon ist jene in Körmend. Die nahe der reformierten Kirche stehende neugotische evangelische Kirche ist seit 1888 ein Juwel der Stadt.

Zu den großen Ereignissen der Stadt zählen das jährlich wiederkehrende Frühlingsfest, der Maibaumtanz am letzten Samstag im Mai und der Choreografie-Wettbewerb, internationale Schlosskonzerte, das Pfingstbrauchtum in der katholischen Kirche, Ausstellungen, der ungarische Festtag an der Raab, die Sankt Ivan-Nacht, die Nacht der Museen, die Veranstaltungsserie Körmender Tage, die Feier zum Namenstag des hl. Stefan, verbunden mit einem Feuerwerk und einem Folklorefestival am 19. August, der Wasserkarneval und der Feiertag der Stadt Körmend, der Jahrestag des Stadtprivilegs durch König Béla IV. und des Geburtstages von Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann.

Nähere Informationen:

Tourinform Körmend
9900 Körmend, Dr. Batthyány-Strattmann László u. 5.
Tel: 94/410-107, Fax: 94/410-132, e-mail: kormend@tourinform.hu

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